5 Hebel unternehmerischer Entwicklung als Solopreneur
Für diesen Letter habe ich einen Tag länger Zeit gebraucht.
Und das aus gutem Grund.
Nicht, weil ich so lange dafür benötigt hätte. Sondern weil ich ernsthaft überlegt habe, ob dich dieser Inhalt weiterbringt. Ich bin zum Entschluss gekommen, dass dem so ist.
Demnach möchte ich dir heute keine Detaildarstellung von einem von mir konzipierten Modell geben. Sondern einen Blick auf das große Ganze.
Einen Blick auf unternehmerisches Wachstum, wie wir es im Leanpreneur Kontext als wertvoll erachten.
Zum Einstieg möchte ich unternehmerisches Wachstum erstmal im Kontext des Leanpreneurs definieren.
Dazu müssen wir unsere beiden Extremdarstellungen betrachten.
Auf der einen Seite haben wir die Dubai Bubble. Alles glänzt. Alles glitzert. Ein Umsatzrekord jagt den nächsten.
Auf der anderen Seite haben wir die Bali Bubble. Alles optimiert auf maximale Freiheit. Sowohl örtlich als auch materialistisch. Hauptsache #freedom.
Das Paradoxe an dieser Sache ist, dass beide nach den selben Mustern funktionieren.
- Dogmatischer Ansatz.
- Hierarchische Betrachtung (Die “oberen” sind besser als die “unteren”)
- Einseitige Betrachtung von Fortschritt.
Im Gegensatz dazu erkennen wir die Tatsache von Tradeoffs. Von Kompromissen.
Umsatz machen ist großartig.
Mehr Umsatz zu machen ist noch großartiger.
Doch ab einem gewissen Punkt bedeutet mehr Umsatz auch weniger Freiheit.
Ob du es glaubst oder nicht: Auch die Größe deiner Company muss ab einem gewissen Punkt zwangsläufig wachsen - und damit steigt die Komplexität.
Es gibt also einen Sweetspot, der hohen Umsatz einerseits und viel Freiheit andererseits ermöglicht.
Wo dieser für dich liegt, ist hochgradig individuell.
Jedoch möchte ich dir zeigen wie du diesen Punkt weiter nach oben schiebst.
Dafür sehen wir uns die 5 Hebel für schlanke unternehmerische Entwicklung an:
I - Positionierung
Je stärker du positioniert bist, desto weniger preissensibel ist deine Zielgruppe.
Dies wirkt sich direkt auf deinen Gewinn aus.
Arbeite dich dafür mit folgendem Ansatz voran: Person - Problem - Promise.
Wenn du deine Zielgruppe im Kern verstehst, wirst du ein Problem lösen und kannst ein Werteversprechen definieren, welches garantiert auf Anklang stößt.
Dafür definierst du deine “Category of one”.
In meinem Fall: Ich bin der beste Leanpreneur dieser Welt. Ich habe diese Kategorieeröffnet und definiere sie fortlaufend.
Frage an dich: In welcher Kategorie bist du die Nummer 1?
II - Produktökosystem
Bietest du deinen Kunden immer einen nächsten logischen Schritt? Kommt nach dem Einstiegsangebot ein kohärentes Kernangebot? Und danach ein logischer nächster Schritt um langfristig mit dir zu arbeiten?
Nur so entkommst du der ständigen Jagd nach Neukunden.
Mein TLP ist so konzipiert, dass wir immer an der nächsten unternehmerischen
Herausforderung arbeiten können und dadurch gemeinsam wachsen. Langfristig.
Frage an dich: Wie hoch ist dein Lifetime Umsatz mit einem Kunden? Und was kannst du machen um diesen zu erhöhen?
III - Planbarkeit in deiner Akquise
Während zu Beginn deiner Reise kein Weg um direkten Outreach herumführen wird, ist der einzig langfristige Weg im Leanpreneur Kontext: Content Marketing.
Genauer gesagt: Dein eigener Content Marketing Wasserfall.
Für mich sieht das wie folgt aus:
1-2 Leanpreneur Letters pro Woche sind die Basis. Daraus extrahiere ich:
1 YouTube Video Skript. (=Podcast)
4 LinkedIn Beiträge.
4 Instagram Beiträge.
Ja, das ist Aufwand. Aber damit erreiche ich jede Woche tausende potenzielle Kunden und Wegbegleiter.
Frage an dich: Was hält dich aktuell davon ab, dein Contentmarketing massiv zu erhöhen?
IV - Prozesse
Prozesse sind das Herzstück deines Unternehmens. Sie halten alles zusammen. Und während diese enorm wichtig sind, möchte ich dir einen Perspektivenwechsel geben.
Dein Ziel muss sein, dein Unternehmen wie ein Cockpit zu betrachten. Du musst nicht im Detail wissen, wie viel Öl gerade durch den Motor fließt - du musst wissen, wann die Ölleuchte rot wird.
Wir versuchen in Dashboards zu denken und dadurch unsere wichtigsten KPI im Blick zu halten.
Für mich sind das:
- Fixkosten
- Abgeschlossenes Auftragsvolumen (AAV) je Kalenderwoche
- Verrechneter Umsatz je Monat
- Retainer Umsatz
- Volumen in der Pipeline
- Kundenaktivität (wie häufig nutzt ein Kunde mein Angebot)
- 5-Sterne Bewertungen
Frage an dich: Kennst du deine wichtigsten KPI und hast ein eigenes Dashboard dafür?
V - Prinzipien
Alles bisher beschriebene ist nett. Du wirst aber scheitern, wenn du deine eigene Haltung und dein unmittelbares Umfeld sowie deine eigenen Routinen nicht reprogrammierst. In dem Kontext spreche ich gerne von Ganzheitlichkeit.
Für mich sind somit folgende Themen omnipräsent relevant:
- Zeit mit meiner Frau.
- Meine tägliche Turnstunde.
- Lesen (aktuell ca. 2 Bücher pro Monat)
- Genügend Schlaf und Erholung.
- Strikte Ernährung für maximale Gesundheit.
Frage an dich: Kennst du deine 5-10 Prinzipien wonach du dein Leben ausrichtest?
Das sind 5 Hebel, die du immer wieder aufs Neue tätigen kannst (und sollst). Damit bleibst du einerseits schlank - bedienst andererseits aber großartige Hebel.
Und wirst unternehmerisch auf ein gänzlich neues Level kommen.












